Lactovac® C-Durchstichflasche für Rinder

Impfstoff (Wäßrige Suspension) gegen Erreger der Diarrhoe neugeborener Kälber, inaktiviert, für hochtragende Rinder
Zusammensetzung
1 Dosis (5 ml) enthält:
| Inaktiv. Rotavirus, Stamm V 1005/78 | mind. 107.4 GKID50* |
| Inaktiv.Rotavirus, Stamm Holland | mind. 107.0 GKID50* |
| Inaktiv. Coronavirus, Stamm 800 | mind. 105.8 GKID50* |
| Inaktiv. E.-coli-K99/F41-Antigen | mind.250 HAE**. |
** Haemagglutinierende Einheiten
| Aluminiumhydroxid | 60 mg |
| Saponin/Quil A | 1 mg |
| Thiomersal | 0,05 mg |
| Baysilon EBZ | 0,125 mg. |
Formaldehyd in Spuren, Neomycin in Spuren.
In Zellkultur unter Verwendung von serumfreiem Kulturmedium vermehrtes, inaktiviertes Rotavirus, Coronavirus und in serumfreiem Medium vermehrtes, inaktiviertes E-coli-K99/ F41-Antigen. Der Impfstoff enthält zur Steigerung der Antigenität Aluminiumhydroxid und Saponin, als Konservierungsmittel ist Thiomersal zugesetzt.
Pharmakologische Eigenschaften
Lactovac C ist ein inaktivierter Adsorbatimpfstoff. Er enthält als Antigene die hauptsächlichen Erreger der infektionsbedingten neonatalen Kälberdiarrhoe, deren antigener Reiz durch den Zusatz von Aluminiumhydroxid und Saponin verstärkt wird. Die zweimalige Impfung hochträchtiger Rinder induziert die Bildung spezifischer Antikörper. Die über die Kolostralmilch und das Nachkolostrum dem neugeborenen Kalb vermittelten maternalen Antikörper verleihen dem Kalb einen lokalen passiven Impfschutz im Darm gegen die infektionsbedingte Diarrhoe.
Zieltierarten
Rind.
Anwendungsgebiete
Aktive Immunisierung hochtragender Rinder zur Erhöhung der Milchantikörperspiegel und nachfolgend zur passiven Immunisierung der Kälber über das Kolostrum gegen Erreger der Diarrhoe neugeborener Kälber (Rota-, Coronavirus und enterotoxische E.coli).
Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen Bestandteile des Präparates. Kranke Kühe und Kühe in Inkubation, schlechter Allgemeinzustand, starker Parasitenbefall.
Dosierung, Art und Dauer der Anwendung
Vor Gebrauch ist der Impfstoff zu schütteln.
5 ml subkutane Injektion seitlich am Hals.
Grundimmunisierung: 2 Impfungen aller Muttertiere eines Bestandes im Abstand von etwa 4 - 5 Wochen.
1. Impfung 6 - 8 Wochen,
2. Impfung 2 - 3 Wochen vor dem Abkalbetermin.
Wiederholungsimpfung: Grundimmunisierte Kühe erhalten in jeder nachfolgenden Trächtigkeit 2-6 Wochen vor dem errechneten Abkalbetermin eine einmalige Injektion von 5 ml.
Passive Immunisierung der Kälber: Um eine lokale passive Immunisierung im Darm gegen die infektionsbedingte Diarrhoe zu erreichen, müssen die neugeborenen Kälber
während der ersten 10 - 14 Lebenstage ausreichend Kolostrum und Milch von den vakzinierten Müttern erhalten.
Fütterung des Kolostrums: Es konnte gezeigt werden, daß in Milchkuhherden ein optimaler Schutz erzielt wird, wenn das Kolostrum nach folgendem Schema gefüttert wird: Alle neugeborenen Kälber erhalten innerhalb der ersten 12 Lebensmonate Erstgemelks-Kolostrum. Anschließend werden während der ersten beiden Lebenswochen täglich mind. 500 ml eines Kolostrumpools verfüttert. Der Kolostrumpool besteht aus dem restlichen Erstgemelk und dem Zweitgemelk. Das Kolostrum verschiedener Kühe kann zudem gemischt werden. Nach Mischung kann das Kolostrum entweder zur längeren Lagerung in Portionen tiefgefroren oder bei etwa +4 °C ca. 2 Wochen lang gelagert werden.
Überdosierung
Es hat sich gezeigt, daß die Verträglichkeit des Impfstoffs auch bei Verabreichung der doppelten Dosis gegeben ist.
Nebenwirkungen
Durch das im Impfstoff enthaltene Adjuvans können an der Injektionsstelle vorübergehend bis zu eigroße flächenhafte Schwellungen entstehen.
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Keine.
Anwendung bei Trächtigkeit und Laktation
Der Impfstoff ist speziell für die Anwendung bei hochtragenden Rindern bestimmt.
Wechselwirkungen mit anderen Mitteln
Immunsuppressiva (Kortikosteroide) und Hyperimmunsera können die Antikörperbildung und somit den Immunschutz beeinträchtigen.
Besondere Warnhinweise für die Zieltierarten
Bestandsschutz: Die infektiöse Kälberdiarrhoe wird durch die im Bestand ständig vorhandenen Erreger hervorgerufen. Deshalb müssen zur planmäßigen Bekämpfung alle trächtigen Kühe und Färsen des Bestandes in das Impfprogramm einbezogen werden. Nur auf diese Weise kann der Infektionsdruck gemindert werden.
Bestandshygiene: Die Diarrhoe neugeborener Kälber wird häufig erst durch Hygienemängel zu einem gravierenden Bestandsproblem. Insofern gehören Verbesserungen der Stallhygiene sowie die Impfung als unterstützende Maßnahmen unbedingt zum Prophylaxeprogramm.
Impfschutz: Diarrhoen können vielfältige Ursachen haben. Die Vakzine induziert hohe Antikörperspiegel in der Muttermilch gegen Rota- und Coronavirus sowie gegen E.coli, d.h. gegen den Haupterreger der Diarrhoe neugeborener Kälber. Gegen Durchfallerkrankungen anderer Genese kann ein Schutz nicht erwartet werden.
Inkompatibilitäten
Nicht bekannt.
Wartezeit
Nicht erforderlich.
Lagerungshinweise
Bei Kühlschranktemperatur (+2 bis +8 °C). Lichtschutz erforderlich, Arzneimittel daher stets in der Außenverpackung aufbewahren.
Handelsform
25 ml
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren
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